Südostbahn

Einleitung

Die Südostbahn ist eine schweizerische Eisenbahngesellschaft mit Sitz in St. Gallen. Die Website der SOB ist www.sob.ch.

Fahrzeuge der SOB

Geschichte

Ende der 1870er wurde die Wädenswil-Einsiedeln-Bahn gegründet. Wenig später folgte die Zürichsee-Gotthardbahn, welche die Bahnstrecke über den Seedamm nach Rapperswil errichtete. Per 1. Januar 1890 entstand durch die Fusion der WE und der ZGB die Schweizerische Südostbahn. Das Streckennetz umfasste damit die Linien Wädenswil – Einsiedeln und Rapperswil – Pfäffikon SZ. Beginn der 1890er Jahren wurde Pfäffikon SZ mit Arth-Goldau und somit die Seedammlinie mit dem Stammnetz der SOB durch die ZGB verbunden. Diese Erweiterung des Streckennetzes umfasste die Linien Pfäffikon SZ – Samstagern und Biberbrugg – Arth-Goldau. Diese Strecken umfassen Steigungen von bis zu 52 ‰.
Im Jahre 1904 wurde die Bodensee-Toggenburg-Bahn gegründet. Anfangs der 1910er Jahre eröffnete die BT die Strecken Romanshorn – St. Gallen St. Fiden und St. Gallen – Wattwil. Der Streckenabschnitt Lichtensteig – Wattwil wurde parallel zur Strecke der SBB gebaut, welche in denselben Jahren die Strecke von Wattwil bis Uznach verlängerte. Kurz später eröffnete die BT die Strecke Ebnat-Kappel – Nesslau-Neu St. Johann und pachtete die SBB-Strecke Wattwil – Ebnat-Kappel für einen durchgehenden Betrieb. Sowohl die BT als auch die SOB arbeiteten schon früh eng mit den SBB zusammen. Die durchgehenden Züge von Romanshorn über St. Gallen – Herisau – Wattwil – Uznach – Rapperswil – Pfäffikon SZ – Biberbrugg – Arth-Goldau nach Luzern, welche von den drei Gesellschaften gemeinsam betrieben werden, werden seit dem Jahre 1992 unter dem Namen Voralpen-Express geführt. Die Allianz wurde 1998 als einfache Gesellschaft formalisiert.
Per 1. Januar 2001 fusionierten die beiden Bahnen BT und SOB zur neuen SOB. Dadurch wurden die Besitzverhältnisse neu verteilt: 36 % der heutigen SOB gehören dem Bund, 19 % dem Kanton St. Gallen, 14 % diversen Gemeinden und Bezirken, 12 % den Kantonen Schwyz, Zürich, Thurgau sowie Appenzell Ausserrhoden und die restlichen 19 % befinden sich bei Privaten im Streubesitz. Die Bahnhöfe Romanshorn und Pfäffikon SZ sowie die Streckenabschnitte St. Gallen St. Finden – St. Gallen, Wattwil – Rapperswil und Arth-Goldau – Luzern gehören heute der SBB und dürfen von der SOB im Netzzugang befahren werden. Der fahrplanmässige Verkehr wird zwischen der SOB, SBB und der Thurbo auf vertraglicher Basis geregelt. Der werktags verkehrende Berufspendlerzug «Gipfeli-Express» befährt die Strecke Einsiedeln – Wädenswil – Zürich Altstetten. Die SBB besitzt zwar die Konzession für den Zug, trotzdem stellt die SOB Loks, Lokführer und (bis Dezember 2008) den Buffetwagen zur Verfügung.
Bis 2006 gehörte auf der doppelspurigen Strecke Lichtensteig – Wattwil ein Gleis der SOB und das andere der SBB. Zudem wurde das Teilstück Wattwil – Ebnat-Kappel von der SBB an die SOB verpachtet. Beide Abschnitte sowie die Bahnhöfe Lichtensteig und Wattwil gehören seither vollumfänglich der SOB. Im Gegenzug übergab die SOB alle Eigentumsrechte des Bahnhofes St. Gallen an die SBB.

Stammbaum der SOB

  • Südostbahn
SOB 2001
    • Bodensee-Toggenburg-Bahn
BT 1910 2000 Übernahme
    • Südostbahn
SOB 1890 2000
      • Wädenswil-Einsiedeln-Bahn
WE 1877 1889
      • Zürichsee-Gotthardbahn
ZGB 1878 1889

Streckennetz der SOB auf Karte





© Olivier Tanner (www.schienenverkehr-schweiz.ch)