Zentralbahn

Einleitung

Die Zentralbahn ist eine schweizerische Schmalspurbahngesellschaft mit Sitz in Stansstad. Sie entstand per 1. Januar 2005 aus der Fusion der Brünigbahn sowie der Luzern-Stans-Engelberg-Bahn. Die Website der ZB ist www.zentralbahn.ch.

Fahrzeuge der ZB

Geschichte

Brünigbahn

Ende der 1880er Jahre eröffnete die „Jura-Bern-Luzern-Bahn“ die Strecke Alpnachstad – Brienz. Anfänglich bestand nur Anschluss zu den Dampfschiffen auf dem Brienzersee und Vierwaldstättersee. Kurze Zeit später wurde der Abschnitt Luzern – Alpnachstad eröffnet, womit eine direkte Verbindung von Luzern nach Brienz entstand. Per 1. Januar 1890 fusionierte die JBL zur neuen „Jura-Simplon-Bahn“. Mit der Verstaatlichung der JS zur SBB wurde am 1. Mai 1903 der ganzjährige Betrieb eingeführt. Mitte der 10er Jahre eröffnete die SBB der Abschnitt Brienz – Interlaken. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Elektrifikation der Strecke abgeschlossen.
Im Sommer 2005 wurde die Strecke durch ein Unwetter stark beschädigt. Dies hatte auch eine Streckensperrung zwischen Sarnen und Brienz zur Folge, da zum Teil mehrere Brücken weggeschwemmt wurden.

Luzern-Stans-Engelberg-Bahn

Ende der 1890er Jahre eröffnete die „Stansstad–Engelberg-Bahn“ die Strecke Stansstad – Engelberg. Sie war von Beginn an elektrifiziert, was sie damals zur längsten elektrisch betriebenen Eisenbahnlinie der Schweiz machte. Wegen der maximalen Steigung von 246 ‰ wurde zwischen Grafenort und Engelberg eine Zahnstange nach System Riggenbach gebaut. Die neue Bahnlinie machte die ältere, elektrische Strassenbahn Stansstad – Stans überflüssig. Letztere wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts stillgelegt. Die Strecke endete ursprünglich in Stansstad am Vierwaldstättersee. Für eine Weiterführung nach Hergiswil mit Anschluss zur SBB Brünigbahn wurde 1956 eine Konzession erteilt, die von der StEB jedoch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht genutzt werden konnte.
Nachdem die StEB aufgrund ihrer Finanzen unter Zwangsverwaltung gestellt wurde, erfolgte Mitte der 60er Jahre der Bau der Strecke Hergiswil – Stansstad mit Einbindung in den Bahnhof der Brünigbahn und eine Komplettsanierung der bestehenden Strecke nach SBB-Normen. Nach einem mehrwöchigen Unterbruch ging die Bahn am 16. Dezember 1964 wieder in Betrieb und konnte neu direkte Züge nach Luzern unter Mitbenutzung des Brünigbahn-Abschnitts anbieten. Die auch finanziell sanierte StEB nahm mit der Wiederinbetriebnahme den Namen Luzern–Stans–Engelberg-Bahn (LSE) an.

Stammbaum der ZB

  • Zentralbahn
ZB 2005
    • Luzern-Stans-Engelberg-Bahn
LSE 1964 2004
      • Stansstad-Engelberg-Bahn
StEB 1898 1964
    • SBB Brünig
SBB (1902) (2005) Seit 1916 Interlaken-Luzern
      • Jura-Simplon-Bahn
JS 1890 1901
        • Jura-Bern-Luzern
JBL (1888) 1889

Streckennetz der ZB auf Karte





© Olivier Tanner (www.schienenverkehr-schweiz.ch)