Deutsche Bahn

Einleitung

Die Deutsche Bahn (kurz DB) ist die staatliche Eisenbahngesellschaft Deutschlands mit Sitz in Berlin. Die DB wurde per 01.01.1994 mit der Fusion der ’’Deutsche Bundesbahn’’ und ’’Deutsche Reichsbahn’’ gegründet und ist eine AG. Dem Transportunternehmen steht Rüdiger Grube als Vorstandsvorsitzender (Nachfolger von Hartmut Mehdorn) und Werner Müller als Vorsitzender des Aufsichtsrates bevor. Die Website der DB ist www.deutschebahn.com.

Fahrzeuge der DB

Konzernübersicht

Die DB ist als Konzern strukturiert und besitzt über 500 Tochterunternehmen oder Beteiligungen. Die bekanntesten Unternehmen im Schienenverkehr sind DB Regio, DB Fernverkehr, DB Schenker Rail und DB Netz. Etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes erwirtschaftet das Unternehmen heute im Schienenverkehr. Das weitere Transport- und Logistikgeschäft sowie verschiedene Dienstleister machen die andere Hälfte des operativen Geschäftes aus. Die Konzernzentrale war zunächst in Frankfurt am Main ansässig. Im Jahr 2000 wurde der Sitz nach Berlin verlegt. Dort bezog das Unternehmen den sogenannten BahnTower am Potsdamer Platz. Die Konzernentwicklung und einige andere zentrale Abteilungen sind weiterhin in Frankfurt am Main ansässig. Da der Bund alle Anteile besitzt und kein Handel damit stattfindet, handelt es sich wegen der Eigentumsstruktur um ein privatrechtlich organisiertes Staatsunternehmen. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Teil seines Umsatzes über Verkehrsverträge mit der öffentlichen Hand, subventioniert werden ebenfalls Unterhalt und Ausbau der Infrastruktur.

Geschichte

1994 gründete sich die Deutsche Bahn mit der Eintragung ins Handelsregister der Stadt Berlin. Berlin war ab dem 4. Januar Konzernsitz, erster Vorstandsvorsitzender war Heinz Dürr. Per 1. Januar 1996 wurde der Nahverkehr regionalisiert. So bestellen heute die Länder mit Bundesmitteln die Verkehrsleistungen. 1997 zog die Zentrale der Deutschen Bahn nach Berlin um. Mit der Schnellfahrstrecke Hannover-Berlin konnte am 24. Mai 1998 die dritte deutsche Neubaustrecke für Schnellverkehr eröffnet werden. Die Reisezeiten zwischen Berlin und vielen west- und süddeutschen Städten verkürzte sich dadurch um etwa eine dreiviertel Stunde. Per 1. Juni 1999 wurde die DB gespalten. Eigene Aktiengesellschaften für Personenverkehr, Fracht, Netz und Bahnhöfe entstanden. Im Herbst 2000 wurde die Zentrale in den BahnTower am Potsdamer Platz verschoben. Seit Januar 2001 betreibt die Deutsche Bahn zudem den Fernsehsender Bahn TV.
Im Jahr 2002 übernahm das Unternehmen mehrheitlich die 1991 ausgegliederte Schenker AG zurück. Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 traten zahlreiche Änderungen in Kraft. So wurde ein neues Preissystem in Kraft gesetzt und 45‘000 Mitarbeiter mit Kundenkontakt erhielten neue Dienstkleidung. Zeitgleich wurde die Schnellfahrstrecke Köln – Frankfurt am Main eröffnet, welche die Fahrzeit um eine Stunde reduziert. Wegen einem Rückgang der Fahrgastzahlen im Fernverkehr um etwa zehn Prozent wurde das Preissystem per 1. August 2003 überarbeitet. Am 12. Dezember 2004 wurde die Ausbaustrecke Berlin – Hamburg mit bis zu 230 km/h in Betrieb genommen. Die Reisezeit verkürzte sich dadurch auf anderthalb Stunden. In den folgenden Monaten stiegen die Fahrgastzahlen auf dieser Strecke stark an.
Viele neue, kürzere Strecken wurden mit dem kleinen Fahrplanwechsel am 28. Mai 2006 in Betrieb genommen. Durch die Inbetriebnahme des neuen Berliner Bahnknotens sowie der Ausbaustrecke Berlin – Halle/Leipzig für 200 km/h und der Schnellfahrstrecke Nürnberg – Ingolstadt – München reduzierten sich die Reisezeiten auf zahlreichen Relationen. Am 10. Dezember 2006 trat ein neuer Fahrplan in Kraft. Durch die Vollinbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Nürnberg – Ingolstadt – München reduzierten sich viele Reisezeiten von und nach München um rund eine halbe Stunde. Auf der Franken-Sachsen-Magistrale lösten Regionalzüge die vormals eingesetzten InterCitys ab. Seit Juni 2007 ist die DB mit zehn Prozent an Thalys beteiligt. Am 10. Juli 2007 begann der von der Deutschen Bahn und der SNCF gemeinsam betriebene Schnellfahrverkehr von Frankfurt am Main (mit ICE-Zügen), München (ab 9. Dezember 2007) sowie Stuttgart (über Karlsruhe – Strassburg) mit dem TGV POS nach Paris.

Stammbaum der DB

  • Deutsche Bahn
DB 1994
    • Deutsche Bundesbahn
DB 1949 1994
      • Betriebsvereinigung der Südwestdeutschen Eisenbahnen
SWDE 1948 1952 Unter Zwangsverwaltung
        • Deutsche Eisenbahn-Strecken in der Schweiz
DR 1945 1948 Unter Zwangsverwaltung
          • Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft
DR 1924 1945
            • Deutsche Reichsbahn
DRB 1920 1924
              • Großherzoglich Badische Staatseisenbahnen
BadStB 1855 1920
                • Wiesentalbahn
1862 1889
                • Schopfheim-Zeller Eisenbahn-Gesellschaft
1876 1890
    • Deutsche Reichsbahn
DDR 1949 1994

Ressorts der DB

Personenverkehr

Das Ressort Personenverkehr ist in die drei Geschäftsfelder Fernverkehr, Regio und Stadtverkehr aufgeteilt. Der grösste Teil der Leistungen erbringt DB Fernverkehr mit nationalen und grenzüberschreitenden Fernlinien. Im Regionalverkehr bringen die Fahrgäste 32 % Prozent des und 68 % der Gelder kommt von den Bundesländern. Das Geschäftsfeld Stadtverkehr ist für die S-Bahnsysteme in Berlin und Hamburg sowie für zahlreiche Busunternehmen zuständig.

Transport und Logistik

Das Ressort Transport und Logistik tritt im Markt mit den Geschäftsfeldern DB Schenker Logistics und DB Schenker Rail (unter DB Schenker zusammengefasst) und dem Geschäftsfeld Intermodal, welches im kombinierten Verkehr tätig ist, auf.

Infrastruktur

Das Ressort Infrastruktur ist in die Geschäftsfelder Energie, Netz und Personenbahnhöfe aufgeteilt. Die für Bau und Instandhaltung zuständige DB ProjektBau ist ebenfalls diesem Ressort zugeordnet, jedoch ohne einem Geschäftsfeld anzugehören.

Streckennetz der DB auf Karte